Herzlich willkommen beim

Turn- und Sportverein Öschingen 1911 e.V.

Weihnachtsgruß (Teil 1)

Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Gönner des TSV Öschingen, ein sehr ereignisreiches, teilweise gar skurriles Jahr liegt bald hinter uns. Als Sportverein leiden wir, wie viele andere leider auch, in besonderer Art und Weise unter der Corona-Pandemie. Bereits zum wiederholten Mal waren wir im Spätherbst gezwungen erneut den Sportbetrieb komplett einzustellen. Einzige Ausnahme war bis vor kurzem das Tennis. Doch seit Mitte dieser Woche ist der Betrieb von Sportstätten im Land untersagt. Besonders trifft dies natürlich altersunabhängig die aktiven Sportler. Aber auch die Zuschauer, Eltern, Trainer, Betreuer, Funktionäre, einfach alle leiden vermehrt unter dem immer wiederkehrenden Lockdown.

Als traditioneller Dorfverein stehen wir seit geraumer Zeit einer besonderen Herausforderung gegenüber. So sind z. B. die Zahlen der Jugendlichen an unserem Hauptstandbein des Fußballs schon seit geraumer Zeit rückläufig. Aber nicht nur die Sportart mit dem runden Leder ist betroffen: auch die Tennisabteilung kämpft um neue Mitglieder. Und der gesellschaftliche Trend hin zu mehr Ganztagsschulen erschwert diese Situation zusehends. Um die Auswirkungen dieser Entwicklung vorherzusagen vermag es keiner besonderen Fähigkeiten. Gelingt es uns nicht genügend Jugendliche in den aktiven Bereich, z. B. in der Fußballabteilung, zu überführen, haben wir in absehbarer Zeit keine Mannschaft mehr. Logische Konsequenz sind Kooperationen in Form einer Spielgemeinschaft, wie im Sommer 2019 geschehen. Zum Glück haben wir mit unserem unmittelbaren Nachbarn TSV Talheim einen Partner gefunden, mit dem wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Wenngleich sicherlich auch auf Vereinsebene noch nicht alles komplett rund läuft und an der ein oder anderen Stelle noch Nachholbedarf besteht. Aber das sind lösbare Aufgaben. Viel wichtiger ist jedoch, dass innerhalb der Mannschaft inklusive des kompletten Trainerteams die Chemie stimmt. Und das tut sie in einer besonders beeindruckenden Art.

Grotesker Weise waren wir im Sommer nach dem ersten Lockdown Profiteur der Corona-Pandemie. Als Tabellenführer zur Winterpause stiegen wir plötzlich im Sommer in die Kreisliga A auf, nachdem die Rückrunde komplette ausgefallen ist. Jahrelang haben wir um den Aufstieg gekämpft, sind immer wieder daran gescheitert. Und jetzt reicht uns ein halbes Jahr dafür - verrückt. Natürlich haben das nicht alle Vereine fair gefunden. Hätten wir es uns aussuchen können, wären wir als Sportler gerne nach einer kompletten Saison aufgestiegen. Die Ausnahme­situation hat jedoch eine Entscheidung erfordert, und die hat der WFV getroffen. Dass wir sportlich das Niveau für die Kreisliga A besitzen, das hat uns die Vorrunde gezeigt. Dabei meine ich aber nicht unbedingt, dass wir erneut an der Tabellenspitze stehen. Es ist vielmehr die Erkenntnis mit den anderen Mannschaften körperlich wie spielerisch mithalten zu können.

Dass das Team weiterhin funktioniert, zusammenhält, sich gegenseitig pusht, das gibt uns große Zuversicht für die Zukunft und ist so etwas der Kit zwischen beiden sowie innerhalb den Vereinen. Dieser Zusammenhalt war in der Vergangenheit immer eine große Stärke von uns. Ganz egal in welcher Liga, die Mannschaft drohte nie auseinander zu fallen. Alle haben sich stets mit dem Verein identifiziert. Das hat positive Auswirkungen auf die gesamte Abteilung und letztlich den kompletten Verein. Ich hoffe wir können uns dies für die Zukunft bewahren.

Aus diesem Grund waren wir auch froh, dass wir im Sommer die Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung gepaart mit der des Gesamtvereins nachholen konnten. Waren doch einige Fragen zur Fusion der beiden Mannschaften offen. Das Vorgehen zu schnell. Einige zeigten sich sogar überrascht über den Zusammenschluss. Natürlich war zwischenzeitlich einiges bereits in persönlichen Gesprächen geklärt. In einem offiziellen Rahmen dazu Stellung zu nehmen besitzt jedoch noch einen anderen Charakter. Zu einer guten Beziehung gehört eben nicht nur eitel Sonnenschein sondern auch einmal eine gegensätzliche Meinung. Das ist in der Familie so, bei der Arbeit oder im Verein. Letztendlich muss am Ende die richtige Entscheidung in der Sache als Resultat hervorgehen, um gemeinsam die Zukunft bestreiten zu können. Und das ist uns hoffentlich gelungen. Von Vereinsseite konnte die Notwendigkeit des Zusammenschluss zur Spielgemeinschaft klar aufzeigt werden. Spieler äußerten sich mit zahlreichen Wortbeiträgen und persönlichen Sichtweisen zu diesem Thema. Auf der Gegenseite verstehen wir, dass es besser gewesen wäre, den Beschluss in Form einer außerordentlichen Fußballabteilungsversammlung herbeizuführen. Die offene Form der Diskussion ist für mich Beleg eines gesunden Klimas innerhalb des Vereins. Niemand, der eine Frage stellt, wird außenvorgelassen und muss seine Meinung zurückhalten. Das hat den Verein einen guten Schritt weiter gebracht. Heute bin ich sehr froh darüber, dass zwischenzeitlich zahlreiche treue Anhänger unserer Fußballmannschaft wieder regelmäßig auf dem Sportgelände anzutreffen sind. Wir eine Dienstagsarbeitsgruppe haben, die notwendige Arbeiten rund ums Sportgelände ehrenamtlich erledigen. Wir Mitglieder haben, die Interesse an den  Themen des Vereins haben. Erfahrene, ehemalige Ausschussmitglieder stets präsent sind, die ihr Wissen in Form von Ratschlägen immer wieder mit einbringen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir uns dies alles bewahren, wir uns wieder regelmäßig auf dem Sportgelände treffen können. Einfach wieder gemeinsam die Emotionen des Sports spüren.

Kommende Woche möchte ich gerne meinen Weihnachtsgruß fortsetzen. Themen gibt es sicher genügend, wie z. B. die Notwendigkeit einer Transformation der traditionellen Vereine um den Ansprüchen der Zukunft gerecht zu werden oder die mögliche Renovierung der Sportgaststätte. Themen gibt es sicherlich mehr als genug.


Social Media

FindUsOnFacebok
TSV Öschingen

FindUsOnFacebook
TSV Öschingen - Tennis